KRITIKEN


WIENER CHOPIN-BLÄTTER
Zeitschrift der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien, Sommer 2007

„Klingende Tanzgedichte und Entdeckungen“

So darf „La Valse“, die neueste CD der österreichischen Pianistin Susanna Artzt, bezeichnend auch genannt werden. Maurice Ravels großes Klavierwerk „La Valse“ (Poème chorégraphique pour piano seul) eröffnet die Stunde des Dreivierteltakts und legt erneut Zeugnis des pianistischen Könnens in Aufbau und klanglichen Feinheiten ab. Mit seinen beiden „Menuet sur le nom d' Haydn“ und „Menuet antique“ beschließt die Künstlerin feinsinnig eine Aufnahme, die zeigt, wie hervorragend der Komponist und die Pianistin mit alter Musik und Kontrapunkt umzugehen verstehen.
Drei Walzer von Frédéric Chopin op.64 Nr.1-3 (Des-Dur „Minutenwalzer“ mit seinem faszinierenden Perpetuum mobile; und die beiden in cis-Moll und As-Dur) bleiben immer erhebende, nahe Klänge aus „einer anderen Welt“.

Von 14 Werken dieser CD sind 8 Welt-Ersteinspielungen!

Franz Schrekers (1878-1934) „Walzer-Impromptus“ op.9 Nr.1 und 2 sind akkordisch fein verbundene, positiv klingende Melancholie, die tief in sich geht oder mit markant zauberhaften Melodien betört.

Von Franz Xaver Mozart (1791-1844), dem jüngsten Kind des großen Wolfgang Amadeus, erklingen „Six Polonaises mélancoliques“ op.17. Seine Lehrer Joseph Haydn, Nepomuk Hummel, Antonio Salieri und Georg Albrechtsberger hatten ihm künstlerisch die Möglichkeit gegeben, mit 17 Jahren Wien in Richtung Polen (Lemberg) zu verlassen, wo er nahezu 30 Jahre als Hauslehrer, Chor-Gründer und Leiter tätig war und komponierte. Die sehr interessanten und gut klingenden 6 Polonaisen könnte man nahezu mit kurzen Worten beschreiben: „Gesungene Melancholie“, „Leichter Anklang an Chopin“, „Wohlklingende Entschlossenheit“, „Wenn schon, denn schon!“, „Erklärung, warum melancholisch“, „Suche nach nötiger Hilfe größer werdend“.

Die Pianistin sei herzlichst dafür bedankt, nicht nur erstklassig künstlerisch, sondern auch ebenso entdeckerisch tätig gewesen zu sein.

Helmut Batliner

(Gramola Nr.98809)

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ÖSTERREICHISCHE MUSIKZEITSCHRIFT, Januar 2007

Hohes instrumentales Niveau und interpretatorisches Ethos: solches Lob fällt mir nicht schwer, der Pianistin Susanna Artzt zu zollen, die für das immer rühriger werdende Label „Gramola“ eine Walzer-Zusammenstellung gewagt hat. Bekanntes von Chopin und Ravel stellt sie liebenswerten, kaum je beachteten Polonaisen von Franz Xaver Mozart und ebenso selten gespielten Walzer-Impromptus von Schreker entgegen: eine österreichische Pianistin, die weiß, was sie will und auch über das nötige Können verfügt, ihrem Willen Klang und Form zu verleihen.

Peter Cossé

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PIANO NEWS, November/Dezember 2006
Ein besonderes Talent

Susanna Artzts Debut CD wurde vor drei Jahren von PIANO NEWS zur CD des Doppel-monats Januar/Februar 2003 gewählt. In der aktuellen Ausgabe November/Dezember 2006 spricht sie über ihre bisherige Karriere, über ihre neue CD mit zwei Weltersteinspielungen und über vieles mehr.
Zwei kurze Auszüge daraus können Sie hier lesen.

Susanna Artzt war uns bereits aufgefallen, als sie ihre erste CD veröffentlichte. Sogleich wurde diese CD mit Werken von Claude Debussy, Lili Boulanger und Alexander Skrjabin zur CD des Doppelmonats der Ausgabe 1-2003 gekürt. Besonders hatte sie die Redaktion durch ihre feinsinnige Nuancierung und ihren extremen Farbenreichtum im Spiel überzeugt. Als sie im September vergangenen Jahres zu Gast im Bechstein Centrum Köln war, nahmen wir die Gelegenheit wahr und sprachen mit ihr über ihren bisherigen Werdegang und ihre Vorstellungen.

Susanna Artzt hat sich in Österreich schon einen guten Namen erspielt und sieht sich selbst „auf einem Sprung“... Und wir sind uns nach diesem Treffen und Gespräch auch sicher: Diese Pianistin wird ihren Weg machen, wird immer mehr erreichen können. Denn Susanna Artzt ist eine nachdenkliche, eine ernsthafte Musikerin, die Lust am Spiel hat. Und das hört man.

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BADENER ZEITUNG, KULTUR VOM 14. JUNI 2006

Klassische Musikwelten
Musik von Beethoven und Mozart

Zum Serenadenkonzert ins Casineum Baden lud vergangenen Samstag das „Amt der NÖ Landesregierung“. Den zahlreich anwesenden Zuhörer/innen ward hier ein musikalisch hochklassiges Geschenk gemacht. Susanna Artzt und Manfred Wagner-Artzt, die auch unter dem Namen „Arsio Piano Duo“ bekannt sind, lieferten mit ihrem vierhändigen Spiel am Flügel feingewebte Musikwelten aus Mozarts und Beethovens Kompositionen. Darbietungen, in denen man sich schwebend verlieren konnte.

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SÜDDEUTSCHE ZEITUNG VOM 13. FEBRUAR 2006

Im Jubel vereint

Dann spielte Susanna Artzt das seltene Klavierkonzert g-Moll op. 22 von Saint-Saëns. Die Tochter eines Inders und (ehemalige) Schülerin von Paul Badura-Skoda verstärkte die pathetische g-Moll-Sphäre des ersten Satzes und imponierte mit virtuoser Bravour im tänzerischen Presto-Finale.

Klaus P.Richter

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„Ich danke Ihnen nochmals sehr herzlich. Ihr engagiertes Spiel brachte das Publikum viermal zum Getrampel, was man im Prinzregententheater bzw. in München sehr selten hört. Ich habe es so noch nie erlebt. Sie waren großartig.“

Brigitte Gedon, Veranstalterin des Festkonzertes

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DER YBBSTALER VOM 25. AUGUST 2005, Kultur

Susanna Artzt, österreichische Pianistin mit internationaler Erfahrung, empfahl sich beim Nocturno in cis-Moll noch als einfühlsame und moderate Faserschmeichlerin, die mit wunderbarem Pianissimo- und Legatozauber betörte. Doch bei Ravels kräfte- und substanzzehrendem „La Valse“ demonstrierte sie ihre zupackende Interpretations-kunst, die zu den klangmalerischen Harmonien des eigenwilligen Franzosen eine unverkennbare Affinität zeigte. Staunenswert, wie diese Klassepianistin bei der Apotheose des Walzers die überaus komplizierten und raffinierten Harmonien ausspielte, wie sie sich im Totaleinsatz in diese gleitenden und schillernden Klänge in ihren oszillierenden Übergängen und Berechnungen versenkte. Das Publikum feierte die Künstlerin überaus herzlich.

Hubert Bauernhauser

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ARTIKEL AUS DER JAPANISCHEN ZEITSCHRIFT „CHOPIN“ VOM OKTOBER 2005 - Übersetzung

Unter all diesen Höhepunkten stach aber eine Künstlerin besonders hervor, die junge indisch-kroatische und heute nahe Wien lebende Pianistin Susanna Artzt. Schon im Nocturno faszinierte ihre, in feinsten Nuancierungen ausziselierte, Ballade f-Moll von Chopin, in der sie mit unglaublicher Ruhe, ohne auch nur eine Sekunde den Spannungsbogen zu unterbrechen, Pausen und Zäsuren auskostete, kontrastiert von ebenso überzeugenden feuerwerkartigen, leidenschaftlichen Kaskaden. Die Interpretation von Susanna Artzt ließ den aufmerksamen Zuhörer dieses so oft zu hörende Werk völlig neu erleben.

Am folgenden Tag bestieg Susanna Artzt schließlich den Olymp der Klavierliteratur indem sie das äußerst schwierige - und daher selten live zu hörende - Werk „La Valse“ von Maurice Ravel spielte. Dieses Werk stellt in gewissem Sinn eine logische Folge zu Chopins Walzern dar, der sich von dieser Tanzform zwar zu großartigen Kompositionen inspirieren hatte lassen, jedoch ein sehr kritisches Verhältnis zu Johann Strauss Vater hatte. Auch Ravel empfand – nicht erst nach seinem Aufenthalt in Wien 1920 – eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Menschen und der Musik Wiens. Dies hat er nun auf wunderbare, zum Teil ironisierende, zum Teil sogar karikierende Art und Weise in seine Komposition eingewebt und genau diese Facetten vermochte Susanna Artzt so trefflich darzustellen. Unter den Händen von Susanna Artzt verwandelt sich das Klavier in ein faszinierendes Orchester voller vielfältigst funkelnder Farben, wobei die „Dirigentin“ emotionale Tiefe, die Darstellung dramaturgischer Abläufe und klare formale Strukturen in Einklang zu bringen vermag.

Sumie Ishibashi

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ZEITSCHRIFT DER INTERNATIONALEN CHOPIN GESELLSCHAFT
VOM HERBST 2005

Als sehr feinsinnige österreichische Pianistin bekannt, begeisterte Susanna Artzt erneut bei der „Ballade op.52, N°4, f-Moll“, die in der erwartungsvollen Sanftheit neben mitreißender Dramatik erklang und ihre exzellente Technik auch zu grandiosen Steigerungen in Beifallsdank führte.

Helmut Batliner

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WAZ RECKLINGHAUSEN VOM 23. MAI 2005

Stern am Klavierhimmel:
Die junge Pianistin Susanna Artzt glänzte beim Klassik-Treff

Die in Wien lebende Künstlerin interpretierte Mozarts Klavierkonzert Nr.25 C-Dur KV 503 virtuos und stilsicher und in wunderbarer Abstimmung mit dem Orchester. Einfühlsam in den langsamen Passagen, überzeugte die Pianistin ansonsten mit strahlender Klangpracht und beseelter Leichtigkeit und einem glanzvollen Finale.

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RECKLINGHÄUSER ZEITUNG VOM 24. MAI 2005

Klassiktreff mit einem zauberhaften Mozart

[...] Nun war das zauberhafte Werk mit der aus Kroatien stammenden Susanna Artzt zu hören und zahlreiche Besucher genossen hier ein Spiel, das sich durch Sensibilität, Klarheit und kraftvolle Virtuosität auszeichnete. Der Solistin gelang es durch feinste dynamische wie auch rhythmische Gewichtung und eine wohl durchdachte Agogik ihren Part sehr spannungsreich zu gestalten.
So geriet dieses Konzert, das als Mozarts schwierigstes Klavierwerk gilt, zu einem außerordentlich hohen musikalischen Genuss.

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WAZ GELSENKIRCHEN VOM 24. MAI 2005

Mozart entführt die Musik in unirdische Gefilde

Der aktuelle Konzertzyklus der Neuen Philharmonie Westfalen... fand unter der Leitung von GMD Johannes Wildner einen fulminanten Abschluss. Die Pianistin Susanna Artzt glänzte mit einem Anschlag, der federleicht und mühelos auch in den schwierigsten Arpeggien und Skalen wirkte. Die Musik schien weit über irdischen Gefilden zu schweben, mit spielerischer Phantasie verlieh Artzt ihr Tiefe und Brillanz.

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BUERSCHE ZEITUNG VOM 24. MAI 2005

Matthäuskirche:
Philharmoniker musizierten mit der Pianistin Susanna Artzt

Die Pianistin Susanna Artzt, Tochter indisch-kroatischer Eltern und heute in Wien zuhause, spielte das Klavierkonzert mit gebotener Klarheit, differenzierender Anschlagskultur und eindeutiger Struktur.

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RHEIN-NECKAR-ZEITUNG VOM 12. APRIL 2005

Musikfestival „heidelberger frühling 2005“
„Entfesselter Prometheus“
(über das Trio Es-Dur op. 70 von Ludwig van Beethoven)

So etwa muß Beethoven sich seine Musik vorgestellt haben: dynamisch, expressiv, leidenschaftlich, kompromisslos. Zugleich aber höchst differenziert, qualifiziert und konzentriert. Eine Musik entfesselt von Tradition und Konvention. Die drei jungen Künstler Susanna Artzt (Klavier), Carolin Widmann (Violine) und Claudius Popp (Violoncello), haben dem allem zuletzt nicht nur entsprochen, sondern sind noch darüber hinausgewachsen.
[...] Hier gelang die Entfesselung des Prometheus.

Lange anhaltender, begeisterter Beifall des großen Publikums belohnte die jungen Künstler auf dem Podium.

Eckehard J.Häberle

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PIANONEWS 01-2003

CD des Doppelmonats Jänner/Februar 2003

Als Schülerin von Paul Badura-Skoda, nach mehreren Wettbewerbsgewinnen und viel gelobten Konzerten, liegt nun die erste CD der jungen in Österreich lebenden Pianistin Susanna Artzt vor. Und welch ein Debut! In vielerlei Hinsicht macht sie den Vorschusslorbeeren, die ihr die Presse bei ihrer ersten Deutschlandtour im Jahre 1999 zuerkannte, alle Ehre. Da ist es auf der einen Seite ungewöhnlich, dass eine CD-Einspielung nicht auf einem Konzertflügel stattfindet, sondern auf einem Kammerkonzert-Flügel (in diesem Fall der Bösendorfer 225), der unter den Fingern von Artzt aber geradezu sinfonisch zu klingen vermag. Doch bei der interessanten Programmauswahl, die die junge Pianistin sich ausgewählt, ist das Donnern denn auch nur selten vonnöten.

Mit Debussys „Images“ und „Estampes“ sowie dessen „L´isle joyeuse“ verströmt sie blumige Klangwelten, extrem durchsichtig und klar akzentuiert, mit viel emotionaler Tiefe. Anschlagskultur ist das Zauberwort, mit dem das Spiel von Susanna Artzt gekennzeichnet werden kann. Dabei akzentuiert sie bestechend spannungsreich, so dass diese allgemein bekannten Werke – befreit von Überzuckerung und Verklärung – neuartig faszinierend erklingen. Und da ist noch etwas weiteres Bemerkenswertes an dieser Einspielung: Lili Boulangers „Trois Morceaux“, die überaus selten eingespielt werden. In diesen nimmt die Komponistin den Stil Debussys auf und lässt ihn in Richtung Poulenc wandern. Auch in diesen drei Miniaturen begeistert Artzts Spiel. Doch letztendlich weist sich die Pianistin zudem als Kennerin anderer Aussagekräfte aus: Mit der Interpretation von Skrjabins Sonate Nr. 5. Hier beschwört sie nun die Tonwelt des nach Neuem forschenden Geistes des Russen mit dem Pendeln zwischen Lyrik und vehementem Ausbruch so überzeugend herauf, dass man fast von neuer Erkenntnis dieses Werks sprechen kann. Bravo!

Carsten Dürer

Interpretation: 6
Klang: 6
Repertoirewert: 6

(maximale Punktezahl)

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DIE PRESSE VOM 12. APRIL 2002

Verzaubernde Klavierperlen
Susanna Artzt, Pianistin, verzauberte im Brahmssaal des Wiener Musikvereins

Die Pianistin Susanna Artzt bestrickte das Publikum mit Debussy, Scriabin, Ravel. Einen Abend lang reisen, ohne sich zu bewegen: eintauchen in eine asiatische Klangfremde, sich dann im Rhythmus der spanischen Tänze wiegen, plötzlich den Regen hören, wie er in einem Garten in Frankreich niederprasselt. Es sind dies Orte, die die junge Pianistin mit ihrer raffinierten, minuziös differenzierenden Interpretation von Debussys Klavierzyklus „Estampes“ heraufbeschwört.

In der emotionalen Zurückhaltung, im durchgehaltenen Piano zeigen sich die Zügelungen eines wandernden Gedankens... Äußerst leidenschaftlich dann Maurice Ravels „La Valse“. Hatte Susanna Artzt bereits bei Debussy vorzüglich die oft abrupt wechselnden Impressionen herausgearbeitet, so waren es nun die Brüche der sich aus einem anfänglichen, leisen Tremolo herauskristallisierenden Walzermelodie. Tonale Schnitte, dynamische Sprünge geben den Eindruck von Blitzlichtern aus anderen Welten, aus anderen Dimensionen. Sie antizipieren die allmählich immer beklemmender vorwärtsstürzende Dramatik, „den phantastischen sowie fatalen Wirbel einer Walzernacht“, wie Ravel selbst kommentierte.

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RHEINISCHE POST

„[...] Susanna Artzt konzentrierte sich darauf, die Sensibilität der Stücke zu unterstreichen, ihr inneres Leben nach außen zu wenden. Erste Bravorufe gab es schon zur Pause, der große Höhepunkt aber sollte noch kommen. Als Finale hatte Susanna Artzt Schuberts Sonate c-Moll D 958 gewählt. Sie spielte sie wie aus einem einzigen Impuls heraus, tiefsinnig, ohne aufgesetzte Temperamentsprotzerei [...]“

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OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN

Beeindruckendes Konzert einer jungen Pianistin

„[...] Sehr plastisch und differenziert gestaltete Susanna Artzt Etüden von Debussy. Nach einem lohnenden Abstecher in die gemäßigte Moderne mit Alban Berg und György Ligeti folgten Etüden von Chopin, dessen Kompositionen Susanna Artzt besonders zu liegen scheinen. In atemberaubenden Tempo und mit brillanter Technik bewältigte diese junge Pianistin u.a. die schwierige “„Revolutionsetüde“. Ein Talent, das sich sicher schnell in der Klavierszene durchsetzen wird!“

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STUDIO MAGAZIN, ZAGREB

Jungtalente geben Anlass zu nicht alltäglichen Überlegungen:
Probleme mit den Meistern

Ein Wunderkind zu sein, ist für einen Künstler oder Gelehrten eine denkbar unangenehme Lebensaufgabe. Üblicherweise wird Schaffenskraft während junger Jahre mißtrauisch kommentiert: „Diese junge Person bzw. dieses Kind befaßt sich mit Dingen, die seinem Alter nicht entsprechen. Bei dieser Lebensauffassung wird der Knabe oder das Mädchen zunächst vielleicht zum „Jungstar“ avancieren, aber später wird sein Leben leer und inhaltlos sein, wenn sich seine Träume nicht erfüllen.“

All das sind aber nur Halbwahrheiten! Denn allein aus der Musikgeschichte sind uns viele Beispiele großer Künstler bekannt, die schon in jüngsten Jahren wirkliche Wundertaten vollbracht haben. Immer wieder finden wir in diesem Zusammenhang in den Briefen von Mozarts Vater an seine Frau wiederholtermaßen die Erwähnung von den immer neuen Errungenschaften seines Sohnes Wolfgang berichtet (glücklicherweise sind all diese Berichte archiviert und erhalten geblieben). So schreibt er beispielsweise, wie Wolfgang auf den vielen Reisen die italienische und europäische Musik erlernt, und das „nur so EN PASSANT“, d.h. ohne jede Anstrengung - oder wie Plato in einem weisen Spruch (der sich freilich auf die allergrößten Talente bezieht) meinte: „Wenn wir etwas lernen, ist es so, als würden wir uns daran erinnern!“

Ich habe über all dies vor einigen Tagen nachgedacht, als ich im Vortragssaal des kroatischen Musikvereins („Hrvatski glazbeni zavod“) saß und dem Vortrag der jungen Pianistin, Susanna Artzt, lauschte, die in ihrem achzehnten Lebensjahr steht (wo man im besten Fall erst mit dem Studium beginnt) und gerade ihr Diplomkonzert absolvierte, d.h. die Meisterstufe vollendete, was der höchsten Stufe für Klaviersolisten entspricht, die Jungdiplomanden an der Musikakademie in Zagreb, der höchsten Musiklehranstalt dieser Art in unserem Land, erreichen können.
Ich mußte mir eingestehen, daß ich ... völlig darauf vergessen hatte, daß ich eigentlich dem Vortrag einer Studentin im Zuge ihres Studienabschlusses beiwohnte. Ich war überrascht und hingerissen!

Mladen Raukar

www.susannaartzt.com